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Mein Bullet Journal | Januar – März 2017

Heute möchte ich eine kleine Reihe starten, denn ich finde es zu schade, meine „Bullet Journal Entwicklung“ nicht mit euch zu teilen und so stelle ich euch demnächst hier ab und zu ein paar meiner Seiten vor.

Schon immer hatte ich viel Freude an Kalendern, habe stundenlang in der Buchhandlung gestöbert, mir eigene Kalender gebastelt oder online zusammengestellt. Aber im Laufe des Jahres merkte ich immer, dass mir irgendwas fehlte, eine Sparte zu klein war, irgendwas zu viel und für etwas anderes kein Platz. Als ich 2016 auf die Idee eines Bullet Journals gestoßen bin, war ich direkt Feuer und Flamme und es war klar, wenn mein aktueller Kalender durch ist (wenn dann werden die auch genutzt ^^), dann muss mein Bullet Journal her.

Um euch nicht zu überfluten, teile ich in Quartale auf und zeige auch nur eine Auswahl. Nicht prinzipiell meiner liebsten Seiten, sondern mehr verschiedene Versuche, Layouts, Schriftarten, Aufteilungen usw. zu testen und vielleicht ein paar Ideen, die man in sein Bullet Journal integrieren kann.

Bullet Journal – was ist das überhaupt?

Ich schätze die meisten von euch sind mit dem Begriff und auch dem Prinzip dahinter vertraut, aber für diejenigen, für die ein Bullet Journal völliges Neuland bedeutet, habe ich kurz ein paar Informationen zusammengefasst:

Der ursprüngliche Gedanke hinter dem „offziellen“ Bullet Journal war im Grunde vor allem, mehr Ordnung in herumfliegende Notizzettel, diverse to-do-Listen, Termin- und Geburtstagskalender, Aufgaben- und Verabredungserinnerungen, Tagebucheintragungen und dergleichen zu bringen, indem ein simples und effizientes System benutzt und all diese Listen und Notizen in ein einziges Heft oder Büchlein eingetragen werden. Also alles gut strukturiert an einem Ort, sodass Planen und natürlich auch die Umsetzung von Plänen einfacher und gleichzeitig produktiver wird.

Es gibt einige Seiten und Inhalte, die sich in fast jedem Bullet Journal wiederfinden lassen, gezwungen ist aber natürlich niemand, das gleiche (Kodierungs-)System zu nutzen und was für mich der besondere Vorteil ist (und dermaßen offensichtlich, dass ich mich ernsthaft frage, warum ich in den ganzen Jahren mit selbst gestalteten Kalendern nicht selbst auf die Idee gekommen bin), dass man Layouts verwerfen und neu ausprobieren kann, weil man nicht im Vorfeld den Kalender für ein ganzes Jahr anlegt, sondern bis auf Sonderseiten in der Regel für einen Tag, eine Woche oder einen Monat.

Wenn man beispielsweise auf Pinterest nach „Bullet Journal“ sucht, wird man eher selten auf so minimale Varianten wie vom Erfinder vorgeschlagen stoßen. In der „BuJo-Community“ (von der ich mich ehrlich gesagt nicht als Teil sehe, deshalb sind meine Aussagen diesbezüglich mit Vorsicht zu genießen 😉 ) findet man immer buntere, kreativere und mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltete Seiten.

Für viele ist ein Bullet Journal eine Mischung aus Kunst, Kalender und Tagebuch und da es hier nun wirlich kein Richtig oder Falsch gibt, pickt sich einfach jeder das raus, was ihm gefällt.

das gehört rein

Ringbuch, Collegeblock, Notizheft – A6, A5, A4 – liniert, kariert, blanco… Man nimmt, was gefällt oder in meinem Fall was eben da ist. Wozu ein leeres Buch verschwenden. 😉

Wie gesagt gibt es keine offiziellen Vorschriften, aber gewisse Seiten findet man nun mal in fast jedem BuJo und für mich war es für das erste Jahr eine gute Orientierungshilfe.

  1. Inhaltsverzeichnis
    Ein Inhaltsverzeichnist ist wohl ziemlich selbsterklärend, hier habe ich also nichts abfotografiert. Seitenzahlen sind natürlich von Vorteil, man kann aber auch mit einfachen Farbkodierungssystemen oder Ähnlichem arbeiten. Besonders hilfreich ist ein solcher Überblick, wenn man zwischen den „normalen“ Kalendereinträgen viele einzelne Sonderseiten einfügt. Ich bin inzwischen dazu übergegangen, Sonderseiten immer möglichst hintereinander zu sammeln anstatt zu sehr zu verstreuen.
  2. KeyBeim Key habe ich mich anfangs an die „offiziellen“ Vorgaben für bestimmte Aufgabentypen gehalten und ein paar weitere dazu erfunden, bin aber im Laufe des Jahres immer mehr davon abgewichen und habe mich letztendlich komplett vom Key verabschiedet, auch wenn es sich hierbei um ein (Achtung Wortspiel^^) Schlüsselelement des eigentlichen Bullet Journals handelt.
  3. Future Log
    Eine Übersicht über die kommenden Monate macht absolut Sinn, wenn man gerne im Voraus plant, wichtige Arzttermine oder sonstige Aufgaben und Verabredungen nicht vergessen will. Ob man das nun überhaupt, für das ganze Jahr, Halbjahr oder Quartal macht, bleibt wie bei allen anderen Punkten jedem selbst überlassen.

Monatsübersicht

Ich persönlich nutze auch gerne eine Monatsübersicht, auch monthly log oder monthly spread genannt.


Wie bei allen anderen Aspekten des BuJos habe ich auch hier rumprobiert und verschiedene Layouts (in den ersten 3 Monaten noch identisch) und Inhalte getestet. Zu Beginn habe ich mich auf die ersten drei Punkte beschränkt, später kamen weitere Inhalte hinzu. Das zeige ich euch dann in einem der folgenden Beiträge. 🙂

  • Termine
  • Geburtstage
  • Blogbeiträge oder Inhalte für Social Media Kanäle
  • to do’s / monthly tasks
  • Tracker
  • Ausblick

Wochenübersicht

Für mich persönlich ist eine gut strukturierte Woche die sinnvollste Art, meinen Kalender einzuteilen, dass ich also auf weekly logs/weekly spreads und nicht auf die tägliche Variante zurückgreifen würde, stand für mich von Anfang an fest. Somit werde ich euch keinen daily log zeigen. Am Inhalt würde sich aber auch ohnehin nicht viel ändern.

Hier hat sich bei mir sowohl was Inhalt als auch Layout angeht wohl am meisten geändert und ihr seht, dass ich auch immer wieder zu alten Varianten zurückgekehrt bin, um für mich die optimale Gestaltung herauszufinden.

Neben den oben genannten Inhalten machen in der Wochensicht auch u.a. folgende Eintragungen noch Sinn, die ich getestet habe:

  • to do’s / weekly tasks
  • to do’s für den jeweiligen Tag
  • Trinkverhalten
  • Essensplan/Meal Plan
  • Doodles & Zitate

Sonderseiten

Was Sonderseiten angeht, ist der Phantasie wohl keine Grenze gesetzt und was ich hier aufzähle, ist nur eine kleine Auswahl dessen, was ich selbst probiert oder zumindest in anderen BuJos gesehen habe. Hier passt jeder genau das an, was seinen Bedürfnissen entgegenkommt.

  • Spezifische oder allgemeine und längerfristige to do Listen wie z.B. für größere Besorgungen, Reparaturen im Haushalt, Bücher, die man lesen möchte, …
  • Pakete/Bestellungen, um einen Überblick zu behalten, ob alles angekommen/verschickt ist
  • Überblick über Ge- und Verliehenes
  • Profilempfehlungen (für den Blog und/oder Social Media)
  • Einkaufslisten (ggf. auch nach Kategorien)
  • Babykalender – eine meiner liebsten Seiten, von der es inzwischen mehrere gibt und deren Eintragungen später zumindest z.T. ins Fotoalbum übertragen werden sollen
  • Blogideen – Beitragsideen und Gedanken kommen mir immer zwischendurch, werden später ausgearbeitet oder auch gestrichen, inzwischen führe ich diese Liste hauptsächlich am PC, aber für schnelle Notizen ist eine Seite im BuJo einfach praktisch
  • Bible reading – eine Seite, die ich in einer größeren Flaute begonnen habe, um zu sehen, wie viel ich denn eigentlich lese; dieses Jahr halte ich mich ja an meinen Bibelleseplan und habe nur noch eine Seite ausschließlich für Passagen, die ich mir merken will zum auswendig Lernen, Lettern oder einfach nochmal Nachschlagen

Wie erwähnt war das nur eine Auswahl an Inhalten für ein Bullet Journal und meine Umsetzung fällt wohl weder in die total minimalistische noch die wirklich künstlerische Spalte. Mir ist ein Zwischending lieb, bei dem ich nicht zu viel Zeit in die kreative Gestaltung einer Seite investiere, aber doch ein bisschen mit Farben und Schrift spielen möchte.

Dieser Beitrag ist nun doch (mal wieder) etwas länger geworden, da mir daran gelegen war, ein paar Grundlagen zu klären. Wenn es mit April bis Juni weitergehen wird, habt ihr nicht ganz so viel zu lesen – keine Sorge. 😉

Wer von euch führt denn bereits ein Bullet Journal oder spielt mit dem Gedanken? Wenn ihr dazu schon mal etwas auf eurem Blog, auf Instagram, Twitter, Pinterest, etc. gepostet habt, könnt ihr mir gerne den Link in den Kommentaren da lassen!

Iris Maya

6 Kommentare

  1. Hallo Iris Maya, find ich super, deine Anregungen. Ich hab das bisher noch nie gemacht, weil es mir viiiel zu aufwendig schien. Ich bin zwar ein abosulter Listenmensch, aber einen ganzen Kalender wollte ich nicht gestalten. Nun stehe ich vor dem Problem, dass ich für unsere Bedürfnisse keinen passenden Planer mehr finde, nur einen „halbwegs“ passenden… Also, vielleicht mache ich das fürs nächste Jahr mal 🙂 Jahres-, Monats- und Wochenübersicht brauche ich auf alle Fälle, allerdings auch viel Platz pro Tag… Momentan nutze ich als Tagesplan eine laminierte Tabelle, die ich mit abwischbarem Stift beschreibe. Ich warte mal gespannt auf die weiteren Posts dazu und lasse mich inspirieren 🙂 Liebe Grüße, Martha

    1. Vielen Dank, Martha! Am Anfang ist es natürlich ein wenig mehr Arbeit als ein gekaufter Kalender, weil man sich ja irgendwie erstmal reinfinden muss, aber für mich ist es im Endeffekt echt die beste Methode. Ich war immer mit genau diesen nur „halbwegs passenden“ Kalendern echt unzufrieden, früher die typischen Lehrerkalender, die null Platz für Privates lassen und jetzt mit Haushalt und Blog, wo ich einfach gerne ein wenig Struktur rein bringe. 🙂
      Ich hab übrigens fast immer noch einen Zettel mit Tages-to-do’s damit ich nichts vergesse, den trage ich dann ständig von Raum zu Raum. 😀

  2. Wow, richtig toller Beitrag. Ich wünschte, ich wäre so gut strukturiert. Ich habe zur Zeit (außer auf dem PC) gar keinen Kalender und versuche, mir alle wichtigen Termine und Aufgaben einfach zu merken. Sollte es mit dem Refplatz aber bald endlich mal klappen. muss ich mir wohl auch mal einen Terminkalender zulegen. Aber der wird dann sicher nicht so schön gestaltet, wie deiner, da ich einfach nicht so der kreative Typ bin…

    1. Danke Anne. 😀 Hihi, also ohne Kalender läuft bei mir gar nichts mehr, mein Gedächtnis ist da leider nicht zu viel zu gebrauchen . ^^ Es geht natürlich auch die einfache Orga Variante ohne kreative Elemente, aber ein bischen Spaß dran sollte man schon haben. Ich glaub leererkalender.de oder so hieß die Seite, wo ich mir damals meine Kalender hab drucken lassen. Da hat man wenigstens ein bisschen Spielraum und es ist nicht alles vorgegeben. 🙂

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